Gedenkstätte Schumann Düsseldorf
Die Gedenkstätte in
Düsseldorf, Bilker Straße 15.


Schumann 1850
Ansicht Düsseldorf mit Rheinbrücke 1850

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Willkommen

bei der Robert-Schumann-Gesellschaft
Düsseldorf!

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„Meine Kunst lasse ich nicht liegen,
ich müßte mir ewige Vorwürfe machen“
(Clara Schumann)


Clara Schumann geb. Wieck, deren 200. Geburtstag wir 2019 feiern, war schon zu Lebzeiten ein Star und europaweit bekannt. Doch sie wurde nicht als Star geboren, sondern musste hart dafür arbeiten. Ihr überaus ehrgeiziger Vater Friedrich Wieck drillte sie von ihrem fünften Lebensjahr an im Klavierspiel und präsentierte sie als Wunderkind der breiten Öffentlichkeit.

Im Alter von neun Jahren startete Clara in Leipzig ihre Karriere als Konzertpianistin, mit achtzehn Jahren erlebte sie ihren internationalen Durchbruch in Wien und als Sechsunddreißigjährige außerhalb des Kontinents durch ihre erste England-Tournee (von insgesamt 19).

Noch vor ihrem sechzigsten Geburtstag leitete sie als Professorin eine Klavierklasse am Hoch‘schen Konservatorium in Frankfurt. Sie war die erste und für lange Zeit auch einzige Frau in einer solchen Position.

Clara Schumann überlebte ihren Mann, den romantischen Komponisten und Musikschriftsteller Robert Schumann, um vierzig Jahre.

Schon wenige Jahre nach ihrem eigenen Tod (1896) erschien eine dreibändige Biografie, was als außergewöhnlich angesehen werden muss. Es zeigt die Bedeutung ihrer Persönlichkeit und verankerte die Künstlerin zudem fest in der öffentlichen Wahrnehmung.

Clara Schumann war nicht nur die berühmteste Konzertpianistin des 19. Jahrhunderts, sondern auch eine gute Komponistin. Sie wird immer noch an erster Stelle genannt, wenn es um komponierende Frauen geht. Ihre eigenen Werke wie auch die übrigen aus ihrem Repertoire beweisen, über welche immensen pianistischen Fähigkeiten sie wohl verfügte.
Clara Schumann war hoch dekoriert, erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen. Ihre Bühnenkarriere währte sechzig Jahre, die sie auf den Konzertbühnen Europas verbrachte.

Sie erlebte einen rasanten industriellen Aufschwung mit, der ihr das notwendige Reisen erleichterte; ebenso Revolutionen, Aufstände, Katastrophen, Kriege und bedeutende politische Ereignisse, wie auch die Gründung des Deutschen Reiches 1871. Gerade die Gründerjahre ermöglichten ihr, ein beachtliches Vermögen anzuhäufen. Clara Schumann erlebte drei Kaiser und verkehrte in höchsten Adelskreisen. Sie kannte alle namhaften Musiker ihrer Ära persönlich, dazu viele berühmte Maler und Dichter.

(Irmgard Knechtges-Obrecht; vgl. auch Buch unter Aktuelles)